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Restless Legs Syndrom: So beruhigen sie ruhelose Beine
From: Lisa Marshall   421 days 14 hours 13 minutes ago
Der Englische Wissenschaftler, der als erstes das sogenannte Restless Legs Syndrome beschrieben hat, schrieb von „Kontraktionen in den Sehnen“, die so intensiv sind, dass seine Patienten „nicht mehr in der Lage waren zu schlafen, als ob sie die schlimmst möglichen Qualen erlitten“. Betroffene Patienten im 19. Jhd. beschrieben die Kennzeichen von RLS als „gruselig krabbelnde“ oder „stechende, brennende“ Erscheinungen und wurden als psychotisch eingeschätzt. Die Leidenden wurden häufig in entsprechende Institutionen eingewiesen. Sogar 1990 noch waren viele Ärzte skeptisch, wenn nicht sogar ignorant gegenüber diesem Zustand.  „Ich habe mit Menschen gesprochen, die mir erzählt haben, dass sie 20 Jahre lang von Doktor zu Doktor gegangen sind und niemand wusste, was sie haben.“  sagt Norma Cuellar, RLS Forscher an der Universität von Pennsylvania. Dank der heutigen zunehmenden Forschung ist das ehemals obskure Syndrom ein heißes Thema und die geschätzten 12 Millionen Betroffenen allein in den USA können die Behandlung erhalten, die sie brauchen. Wissenschaftler glauben, dass RLS genauso wie Parkinson aus einem schlechten Dopamin-Stoffwechsel resultiert, der entweder genetisch veranlagt ist oder einem Gesundheitsproblem unterliegt, wie beispielsweise Eisenmangel.
Patienten mit Restless Legs, also ruhelosen Beinen, haben einen fast unwiderstehlichen Drang ihre Beine zu bewegen, besonders in der Nacht. Dieser Zustand führt zu Schlafmangel und behindert das soziale und Arbeitsleben der Menschen. Tatsächlich leiden RLS Patienten auch häufiger an Depressionen und Angstzuständen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten dem Syndrom entgegenzuwirken.
Eisen: Dieser Nahrungsstoff spielt eine wichtige Rolle im Dopamin-Stoffwechsel und somit auch im Nervensystem. Mehr als jeder vierte RLS Patient leidet an Ferritin-Mangel. Unser Körper speichert Eisen als Ferritin. Bevor man sich Eisenpräparate verschreiben lässt, sollte man unbedingt die eigenen Ferritin-Anteile untersuchen lassen. Für optimale Wirkung sollte man die Medikamente ein bis zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit nehmen. Intravenöse Zuführung kann schnellere Ergebnisse bringen. Da zu viel Eisen, aber große Schäden anrichten kann, sollte man ständig die Eisen-Anteile untersuchen lassen.

Folsäure: 30 Jahre lang haben Wissenschaftler vermutet, dass die Einnahme von Folsäure Restless Legs erleichtert, besonders wenn es in der Familie liegt. Möglicherweise gibt es einen Gen-Deffekt, der zu Malabsorption der Folsäure führt. Beginnen sie mit 5 mg täglich und wenn die Symptome anhalten, können sie die Dosis auf bis zu 30 mg steigern. Behalten sie im Hinterkopf, dass diese Dosis sehr hoch ist und, dass ihre Behandlung von einem Arzt begleitet werden sollte.
Magnesium: RLS kann auch als Folge eines Elektrolyt-Ungleichgewichts entstehen. Patienten, die beispielsweise eine Essstörung haben oder sich einer Bypass-Operation unterzogen haben, haben beeinträchtige Elektrolyt-Level und entwickeln häufig RLS. Wenn Elektrolyte der Auslösen sind kann es helfen zusätzlich Magnesium einzunehmen. Dieser Mineralstoff unterstützt die Gesundheit der Muskeln und Nerven.

L-Theanine: Studien haben gezeigt, dass diese Aminosäure, die in grünem Tee vorkommt, die Gehirnstromaktivität unterstützt und helfen kann zu entspannen. Auch wenn es bis jetzt wenig Befunde auf den Einfluss von L-Theanine auf RLS gibt, gilt es als eines der besten natürlichen Schlafhilfen.



 
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